Ab 40 zählt in Partnerschaften weniger das Geburtsjahr als das Fitnesslevel

Beziehung| 10. Juni 2026

Wie viele Jahre dürfen zwischen zwei Menschen liegen, damit eine Beziehung gelingt? Eine aktuelle Studie von ElitePartner.at zeigt: Mit zunehmender Lebenserfahrung wächst auch die Gelassenheit gegenüber Altersunterschieden. Während Jüngere häufiger an gesellschaftlichen Konventionen hadern, blicken über 40-Jährige deutlich entspannter auf das Thema – fast jede:r Fünfte sieht darin keinerlei besondere Herausforderung. Für sie ist vielmehr eine ganz praktische Frage wichtig: Wie groß sind die Unterschiede bei körperlicher Fitness, Gesundheit und Energielevel?

Dass ein großer Altersunterschied in der Beziehung besondere Herausforderungen mit sich bringt, bestätigt die Mehrheit der Österreicher:innen[1]. Die Sorgen sind jedoch nach Alter der Befragten unterschiedlich: Jüngere unter 40 Jahren beschäftigen Themen wie Familienplanung, Lebensstil und emotionaler Reife. Ältere Befragte sehen hingegen Unterschiede in der körperlichen Fitness und dem Aktivitätsbedürfnis als größte Herausforderung – etwa die Frage, ob der Abend mit einem Restaurantbesuch oder auf der Couch endet. Spannend: Tatsächlich beträgt der Altersunterschied bei zwei Dritteln der liierten Österreicher:innen weniger als fünf Jahre, nur bei 28 Prozent sind es mehr, der Rest (7 %) ist gleich alt. So die Ergebnisse einer repräsentativen Studie unter Österreicher:innen im Auftrag von ElitePartner.at.

Mit dem Alter kommt die Gelassenheit

Mit dem Alter der Befragten wandelt sich die Perspektive auf mögliche Schwierigkeiten bei einem großen Altersunterschied in der Beziehung. Gesellschaftliches Gerede und Stigmatisierung verlieren ab 40 deutlich an Schrecken: Nur 17 Prozent empfinden Vorurteile als belastend, bei den Jüngeren sind es 25 Prozent. Auch finanzielle oder berufliche Unterschiede verlieren an Bedeutung. Lediglich 13 Prozent der über 40-Jährigen betrachten verschiedene Karrieresituationen als Hürde, bei den Jüngeren sind es fast doppelt so viele (23%). Diese Gelassenheit spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Während nur 20 Prozent der unter 40-Jährigen einen Altersunterschied von mehr als fünf Jahren bestätigen, sind es bei den älteren Befragten 32 Prozent. 

„Mit der Lebenserfahrung kommt eine wichtige Erkenntnis: Es sind weniger äußere Faktoren wie der gesellschaftliche Blick oder familiäre Vorbehalte, die über das Gelingen einer Beziehung entscheiden, sondern die ganz alltägliche Kompatibilität. Wer über 40 ist, hat oft gelernt, was wirklich zählt – und traut sich eher, jenseits starrer Normen eine Beziehung einzugehen. Gleichzeitig werden die Ansprüche an die praktische Alltagstauglichkeit einer Beziehung konkreter: Stimmt das gemeinsame Tempo? Teilen wir ähnliche Vorstellungen davon, wie wir unsere Zeit verbringen möchten? Diese Klarheit ist eine echte Stärke.“

ElitePartner-Psychologin Lisa Fischbach

Gesundheit ist entscheidend

Bei älteren Befragten rückt tatsächlich ein alltagsnahes Thema in den Vordergrund: die unterschiedliche körperliche Fitness bzw. der Gesundheitszustand des Partners bzw. der Partnerin. Knapp 39 Prozent der über 40-Jährigen sehen darin die zentrale Herausforderung – während es bei den Jüngeren nur 20 Prozent sind. Auch die Frage nach Unterschieden im Energielevel könnte zu einer Herausforderung werden. Dem stimmen 38 Prozent der Älteren zu. Allerdings hängt diese Eigenschaft nicht nur mit dem Alter der Befragten zusammen: Auch Jüngeren ist klar, dass das Aktivitätsbedürfnis ähnlich sein sollte, um gemeinsam glücklich zu werden (32 %).


[1] Befragt wurden Singles und in Partnerschaft lebende Personen.

Informationen zur Studie
  • Art der StudieBevölkerungsrepräsentative ElitePartner-Studie 2026
  • MethodeOnline Access Panel
  • TeilnehmerPersonen im Alter von 18 bis 75 Jahren
  • Fallzahl1.069 Personen
  • Erhebungszeitraum18. Dezember 2025 bis 01. Jänner 2026
  • Institutmarketagent.com
  • Region/Stadt/LandÖsterreich
  • SpracheDeutsch