Mann lehnt sich auf Couch zurück und geht gekonnt mit Liebeskummer um

Liebeskummer – die vier besten Strategien für Männer

von: ElitePartner Redaktion , 6. August 2012

Frauen strapazieren bei Herzschmerz die Ohren ihrer besten Freundin, ihre Schokoladenvorräte und die Bridget-Jones-DVD in Endlosschleife. Und Männer? Leiden häufig still vor sich hin, wie auch die ElitePartner-Männerstudie© zeigt: Jeder zweite Mann macht Beziehungsprobleme und Herzschmerz lieber mit sich selbst aus. Dabei gibt es auch für das starke Geschlecht die richtige Strategie bei Herzschmerz.

Wenn eine Liebe scheitert, vielmehr, wenn unsere Gefühle zurückgewiesen werden und eine Partnerschaft zerbricht, geraten unser Körper und unsere Seele in einen Ausnahmezustand. Herzschmerz kann sogar das Gefühl der Trauer über den Tod eines nahe stehenden Menschen übersteigen. Psychologen nennen dieses Phänomen das Broken Heart-Syndrom, das Ende der 90er Jahre an der Universität Wien erforscht wurde. Starke Brustschmerzen und Atemnot – mit diesen Symptomen führt es in vier bis fünf Prozent Fälle sogar zum Tod. Herzschmerz ist also kein Fall für die leichte Schulter, sondern kann Körper und Seele enorm unter Stress setzen.

Männer leiden auch – aber sie tragen ihre Trauer seltener nach außen

Während Frauen nach einer Trennung häufig von ihren sozialen Netzwerken aufgefangen werden und die besten Freundinnen nicht müde werden, die Leidensgeschichte zu sezieren, halten Männer ihr Gefühlsleben eher unter Verschluss. Wut und Verzweiflung identifiziert die New Yorker Anthropologin Helen Fisher als vorherrschende Emotionen. Und wer die einfach schluckt, lebt ungesund. Aus diesem „typisch männlichen Schweigen“ können Krankheiten und psychosomatische Störungen wie Magenprobleme oder Bandscheibenvorfälle resultieren.

Fünf Strategien für das männliche gebrochene Herz

1. Reden hilft! Suchen Sie sich professionelle Hilfe.

Viele Männer reden ungern über ihre Gefühle, erst recht, wenn sie sich unzulänglich fühlen und sie den Eindruck haben, damit ihre eigene Schwäche einzugestehen. Dabei wirkt das Verbalisieren des Schmerzes wie eine Katharsis, eine innere Reinigung. Sie setzt zudem einen Lernprozess frei – wer redet, reflektiert die eigenen Stärken und Fehler in der Beziehung und vermeidet so, sie in der nächsten Beziehung zu wiederholen. Wenn Sie unter Trennungsschmerz leiden, sich aber scheuen, mit Freunden oder Familie über Ihre inneren Zustände zu sprechen, wenden Sie sich an einen Psychologen. Professionelle Hilfe kann Ihnen den anonymen Raum geben, sich ohne Scham auszusprechen.

2. Abstand ist die beste Medizin!

Eine Beziehung nahtlos in eine Freundschaft verwandeln? Keine gute Idee, wenn Sie Liebeskummer überwinden wollen. Vielleicht möchten Sie nur demonstrieren, dass die Trennung Sie nicht trifft und Sie über den Dingen stehen – wenn dies aber nicht tatsächlich der Fall ist, fügen Sie sich selbst großen Schaden zu. Verliebtsein ähnelt einem drogenähnlichen Rauschzustand – und Verlassene sind insofern Junkies auf Entzug. Und so rät Helen Fisher zu radikalen Mitteln: Totale Kontaktsperre, keine schmachtenden Blicke ins Fotoalbum und fort mit sämtlichen Erinnerungsstücken. Wer sie nicht in die Tonne befördern möchte, sollte sie zumindest unzugänglich machen – oder Freunde um den Akt der Entsorgung bitten. Mit einem gewissen Abstand mag die Annäherung wieder möglich sein. Die Frage ist nur: Wozu?

3. Nehmen Sie sich Zeit!

Wie lange Liebeskummer dauert, ist von „Patient“ zu „Patient“ unterschiedlich. Fest steht: Wir durchlaufen vier Phasen, in denen wir von der Schockstarre zum Neustart nach der Trennung gelangen. Wer abkürzt, riskiert den nächsten Beziehungskollaps. Viele Männer flüchten sich in nach einer Trennung schnell in eine Affäre. Doch was Balsam für das Selbstwertgefühl scheint, überdeckt in Wirklichkeit nur die Seelenwunden, die früher oder später wieder aufbrechen. Ergo: Ablenkung ist eine gute Idee – aber suchen Sie die besser in einem Männerabend in der Fußballkneipe als in einer flüchtigen Bettgeschichte.

4. Selbstbestätigung finden

Keine Sorge, Sie müssen sich nicht die Nächte um die Ohren schlagen, um Ihr angekratztes Ego mit Marathon-Flirts zu heilen und die Trennung zu verarbeiten. Noch besser funktioniert das, indem Sie sich selbst einmal wieder was beweisen. Und zwar etwas, das nur mit Ihnen zu tun hat. Können Sie sich noch erinnern, dass Sie vor der Beziehung eine Kilimandscharo-Besteigung geplant hatten? Dass Sie den Segelschein längst in der Tasche haben wollten? Und dass Sie noch nie klettern waren? Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für Ihr ganz persönliches Abenteuer. Das Beste daran: Die Aktivitäten pushen nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern bauen Stress ab und lassen Glückshormone durch die Blutbahn rauschen. Sie werden feststellen: So viel mehr als die Liebe macht das Leben lebenswert! Und sollten Sie nach Phase 4 mal wieder ein Date anpeilen, haben Sie obendrein ein spannendes Gesprächsthema.

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